Tag 37, Aufbruch zum Trollstigen


Dovrefjell und Wasserfälle

Unsere Reise geht weiter, und das nächste Ziel steht fest: das Trollstigen Camping and Gjestegård. Der Platz liegt strategisch günstig kurz vor dem berühmten Trollstigen und verfügt über einen kleinen Kiosk. Da wir dort übernachten, können wir morgen nach dem Frühstück ganz entspannt die Serpentinen hinauffahren und die Aussichtsplattform genießen. Obwohl wir schon mehrfach hier waren, ist ein Besuch des Trollstigen für uns jedes Mal ein absolutes Muss, wenn wir in der Gegend sind.

Impressionen entlang der Route

Nachdem wir den Campingplatz an der Magalaupe verlassen haben, dauert es nicht lange, bis wir den ersten Stopp einlegen. Die beeindruckenden Wasserfälle bieten ein fantastisches Fotomotiv, das ich mir nicht entgehen lasse.

Die anschließende Fahrt durch das Dovrefjell ist uns zwar bestens bekannt, doch die raue Schönheit dieser Landschaft fasziniert uns immer wieder aufs Neue. Aufgrund der Höhenlage und der aktuell niedrigen Temperaturen liegt hier stellenweise noch Schnee und verleiht der Kulisse einen besonderen Reiz. In Dombås füllen wir unsere Vorräte auf, bevor wir nach einigen Kilometern eine Kaffeepause einlegen. Direkt am Parkplatz lockt mich das sanfte Plätschern eines Baches zu einem weiteren malerischen Motiv.

Bevor wir unser Ziel erreichen, halten wir noch an einer alten Eisenbahnbrücke.
Die 59 m hohe und 76 m lange Steinbrücke aus Gruo Granit wurde in den Jahren 1913 bis 1921 erbaut. Sie ist eine der berühmtesten Bahnbrücken Norwegens und zugleich Wahrzeichen der Raumabane. Quelle Wikipedia


Eine unfreiwillige Gefangenschaft in Verma

Zu diesem Ort gibt es noch eine längere, aber ausgesprochen amüsante Geschichte zu erzählen: Da Tine ihr Knie – das leider schon seit einiger Zeit Sorgen bereitet – etwas schonen wollte, verzichtete sie auf den steilen Abstieg zum Fotopunkt der Brücke. Ich schlug ihr stattdessen vor: „Schau dich doch in der Zwischenzeit in dem kleinen Laden hier um.“
Zuerst war ihre Begeisterung verhalten, doch als sie an der Hauswand liest, dass es hier handgearbeitete Utensilien gibt, siegte die Neugier: „Ach, ich werfe doch mal einen Blick rein.“ Während ich mich also auf den Weg zum Fotopunkt machte, betrat Tine den Laden: Verma Nærbutikk.

Ich war gerade unten am Aussichtspunkt angekommen, als mein Handy klingelte. Tine war am Apparat, klang dezent verzweifelt und erklärte mir, dass sie den Laden nicht mehr verlassen könne. Etwas irritiert fragte ich nach: „Wie, du kommst nicht mehr raus?“ Doch sie meinte es vollkommen ernst. Also hieß es für mich: Kommando zurück, den ganzen Weg wieder bergauf, um meine Liebste aus ihrer misslichen Lage zu befreien.

Wie es dazu kommen konnte? Nun, der Verma Nærbutikk AS ist ein modernes Selbstbedienungsgeschäft, das völlig ohne Personal auskommt. Um hineinzugelangen, muss man normalerweise seine Kreditkarte am Eingang scannen. Erst nach dem Bezahlen erhält man mit der Quittung einen Code, der die Tür für den Ausgang entriegelt.

Tine war jedoch ein technisches Detail zum Verhängnis geworden: Da ihr beim Eintreten zwei Herren freundlich die Tür aufgehalten hatten, wurde sie vom System schlichtweg nicht erfasst. Da sie zudem nichts kaufte, blieb der rettende Code aus. Für das System war der Laden offiziell leer – und die Tür blieb für Tine verriegelt. 😂

Ankunft im Basecamp

Gut eine Stunde später erreichen wir schließlich das Trollstigen-Basecamp. Der Platz ist fast verwaist; lediglich ein paar Wohnwagen stehen hier, ansonsten sind wir – wie so oft – die einzigen Gäste. Offiziell beginnt die Saison erst am 10. Mai, weshalb heute keine Menschenseele anzutreffen ist. Dennoch sind sämtliche Anlagen inklusive der Waschmaschinen bereits in Betrieb.

Nachdem wir uns eingerichtet haben, genießen wir die Ruhe bei einem Abendspaziergang. Später, während wir es uns im Wohnmobil gemütlich machen, gesellen sich noch zwei Vans zu uns. So verbringen wir die Nacht nun doch nicht ganz allein – auch wenn uns die Einsamkeit keineswegs gestört hätte.


Die Route:

  • Gefahrene Kilometer: 172
  • Kosten: ? €/Tag (mal sehen, ob wir morgen früh jemanden antreffen).
  • Start/Ziel: Magalaupe – Trollstigen

Wie es weitergeht:
Unser nächstes Ziel: Geiranger

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Mir ist wichtig, dass ihr hier echte Berichte von meinen Touren bekommt. Da ich kein gelernter Autor bin, nutze ich KI-Tools wie Gemini, um meine Notizen und Gedanken in eine Form zu bringen, die sich für euch angenehm lesen lässt.
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